Digitale Souveränität mit Open Source – Aber richtig.
Michael Kromer
Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch den Einsatz von Open Source, sondern durch echte Wahlfreiheit: selbst entscheiden, betreiben, ändern und wechseln können. Der Vortrag zeigt anhand realer Infrastruktur-, Firewall- und Groupware-Beispiele, wie Open-Source-Lösungen in bestehenden Brownfield-Umgebungen erfolgreich, wirtschaftlich und souverän eingesetzt werden können - und warum Transparenz, Proofs of Concept und ehrliches Erwartungsmanagement entscheidend sind.
Open Source wird häufig als schneller Weg zu digitaler Souveränität verstanden. In der Praxis reicht es jedoch nicht, proprietäre Systeme einfach durch neue Tools zu ersetzen. Echte digitale Souveränität bedeutet, Technologien bewusst auswählen, selbst betreiben, anpassen und bei Bedarf wechseln zu können - ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen.
Der Vortrag “Digitale Souveränität mit Open Source – Aber richtig.” zeigt, warum erfolgreiche Open-Source-Implementierungen vor allem in bestehenden Infrastrukturen gedacht werden müssen: Brownfield statt Greenfield. Wer Anwendern und Administratoren neue Oberflächen, neue Clients und neue Arbeitsweisen aus Prinzip aufzwingt, riskiert Widerstand, Schatten-IT und gescheiterte Rollouts. Anhand konkreter Real-World-Vergleiche aus Infrastruktur, Firewall und Groupware wird sichtbar, dass europäische Open-Source-Lösungen wie Proxmox, OPNsense oder grommunio nicht nur souveräner, sondern oft auch wirtschaftlich attraktiv sein können.
Im Fokus stehen praxisnahe Erfolgsrezepte: Transparenz, belastbare Proofs of Concept, kein Overselling, realistische Feature-Budgets und Begleitung von der Implementierung bis zum Betrieb. Abschließend richtet der Vortrag den Blick auf die nächste große Abhängigkeit: KI. Auch hier stellt sich die Frage, wie digitale Souveränität erhalten bleibt, bevor neue Lock-ins entstehen.
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